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Guten Morgen KaleshwarAussicht von der PilgerherbergePilgerfamilie in
KaleshwarWasserbüffel OpferrestePilger am Ufer des SangamsAm Treffen der drei FlüsseGrosse
WäscheTulsi vertreibt sich die Zeit im SandGute Nacht Kaleshwar

Kaleshwar ( Andhra-Pradesh )

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Indien

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Nach diesem mehr oder minder erzwungenen Aufenthalt reisten wir von Nagpur mit der Eisenbahn ´gen Süden zur Grenze nach Andhra-Pradesh. Wir fanden auf der Karte ein " Trivedisangam " einem Platz wo drei große Flüsse zusammentreffen . Der rote Pranahita, der blaue Godavari und der transparente unterirdische Fluss Sarasvati, der überall in Indien an verschiedenen Plätzen an die Erdoberfläche kommt.. Auch ein schöner Shivatempel mit einer doppelten Shivalingam und dem Namen "Kaleshwar" war das Ziel südindischer Pilger.

Nachdem wir die Eisenbahn verlassen hatten, mußten wir auf lokale Busse umsteigen, da wir nun in Stammesgebiete kamen. Die Verständigung brach zusammen. Nur noch zeigen oder andere körperliche Verrenkungen dienten dann als Sprache. Die Menschen waren abweisend, aber wahnsinnig neugierig. Eine an sich komische Mischung. Erst als wir dieses Gebiet wieder verließen bekamen wir zu wissen, daß hier eine durch Zecken ( die vorher Schweine als Wirt hatten ) übertragbare Hirnhautentzündungs-Epedemie ausgebrochen war.Seitenanfang Die Leute erzählten uns, daß so etwas immer dann passiert, wenn das Land zu staubig wird. So hatten Hilfsorganisationen überall Helfer in der Nähe von Busständen oder Bahnhöfen postiert, die mit homöopatischer Medizin infizierten Leuten recht wirkungsvoll halfen.



Guten Morgen Kaleshwar !
Ca. 2km. von unserer Herberge lag das Sangam über dem die Sonne aufging. Vor uns tat sich eine unendliche Weite auf. Noch wußten wir gar nichts über diesen Platz, da keine Verständigung möglich war. Die Menschen hier kamen nur zum gaffen zu uns, nicht zum sprechen. Es kam soweit, daß sich vor unserem Raum und dem Fenster eine Traube von Leuten sammelte, die einfach nur gafften. Sie kamen her um etwas besonderes zu erleben.
Und das boten wir jetzt, nicht mehr die Tempel und das wunderschöne Sangam. Wir wurden Seitenanfangungewollt zur Attraktion. Die Götter, Tempel und der eigentliche Grund warum sie nach Kaleshwar kamen waren vergessen. Alle unsere Bemühungen ihnen klar zu machen, uns doch in Ruhe zu lassen, schlugen fehl.





So mußten wir anders sehen, wie wir dem entkommen konnten. Überall da wo andere Pilger waren, hielten wir uns fern, um die Frommen nicht durch unser Erscheinen zu stören. Aus diesem Grund war es uns verwehrt, uns in der Nähe des Tempel Seitenanfangaufzuhalten. Auch gut, denn die Umgegend war auch recht schön.






Dieser Haushälter sah unsere Kamera und bat um ein Foto, gab uns seine Adresse, damit wir es ihm zuschicken. Die Frauen waren aus irgend einem Grunde nicht ganz damit einverstanden, mussten aber, obwohl widerwillig, mit aufs Foto. Komisch, Komisch, es wurdeSeitenanfang immer verückter. Wir verließen das Dorf und Tempelgelände.....










Nun hatten wir wieder Objekte der Betrachtung und waren es nicht mehr selber. Im Hintergrund sieht man den Kaleshwar-Tempel


Seitenanfang


....und machten uns auf den Weg zum Fluß. Dort begegneten wir diese friedlich grasenden Büffel. Aber selbst die konnten es auch nicht fassen, und gafften, wenn auch etwas gleichgültiger











Am Fluß angekommen, sahen wir überall im Ufersand kleine willkürliche Opferstätten. Es waren offensichtlich Opfer von Menschen ohne Habe an die Götter. Ein paar Maiskolben, Früchte und Blumen waren die bescheidenen Opfergaben. Den Göttern ist es auch nicht wichtig, was geopfert wird, sondern die Liebe und Hingabe ist Seitenanfangvon Bedeutung. Die "Beach" war kilometerweit und die Wasserfläche schien auch endlos zu sein.





Das Ziel der Pilger und Wochenendler war das Sangam. Wir hielten uns auch hier, aus dem obengenanntem Grunde fern. Grandios war der Platz allemal, auch ohne die Menschen. Man spürte die spirituelleSeitenanfang Atmosphäre, denn es war ja schließlich kein Marktplatz





Wir gingen in entgegengesetzter Richtung (weg von den Leuten) weiter am Ufer entlang, bis wir einen Platz fanden, wo wir total ungestört unseren Waschtag einlegen konnten.Ein dürrer Baum der zwischen ein paar Felsen stand gab uns den nötigen Schatten. Ohne Schatten ist es hier unmöglich Seitenanfangzu waschen oder zu baden. Der Sand reflektierte das sowieso schon starke Sonnenlicht und die Hitze wäre unerträglich.




Waschtag am Fluß.


Erst werden die Kleider eingeseift auf den Felsen gedroschen, anschließend ausgespült und auf die Felsen zum Trocknen gelegt. Die Zeit die man für das eigene Bad braucht, reicht, um die frisch gewaschen Kleider zu trocknen, damit man sie sofort wieder anziehen kann. Dann überkommt einen jedesmal der Rausch der Frische und des Wohlbefindens. Die Brahmanen (Priesterkaste) Seitenanfangmachen das bis zu vier Mal am Tag, was ich bei der Hitze in Indien gut verstehen kann.






Tulsi bekam dieser Platz auch nicht so gut. Es fing mit Durchfall und Erbrechen an. Das kommt auf Reisen schon mal vor, kann aber äußerst unangenehm werden, wenn die Hausmittelchen versagen und weit und breit kein Arzt ist, oder selbst wenn einer da ist, man sich aber nicht verständigen kann. Hier spielt sie noch friedlich im Sand. Aber es sollte sich ändern. Fieber kam in Seitenanfangden nächsten zwei Tagen dazu, und wir entschieden uns, den Platz zu verlassen, solange sie noch bewegungsfähig war, um im Falle einer groben Verschlechterung ihres Zustandes in der Nähe der Zivilisation zu sein.





Es wurde Nacht und der Vollmond ging über dem Sangam auf. Die Abende im südlichen Indien sind die Erlösung von der Tageshitze und immer ein Genuss.Wir planten unser Verschwinden von diesem sonderbaren Kaleshwar und entschieden, uns mit dem Boot über das Sangam nach Maharasthra bringen zu lassen. Es war das kleinere Übel gegenüber einer Busfahrt zurückSeitenanfang über die Strecke, die wir gekommen waren. Gute Nacht Kaleshwar! und tschüss...



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