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Bilder aus Indien

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......und auf dieser Seite






Bilder aus Indien...


Landarbeiterfrauen kommen vom Feld und bringen Futter für die Haustiere oder Gemüse für sich selbst. Bis zu 40kg. und oft von weit her tragen die Frauen Holz, Wasserbehälter, Körbe etc., einfach alles auf dem Kopf.


In der Wüste Thar auf dem Heimweg. Die Frau trägt das Gestell eines Baby-Schaukelbettes für Kleinkinder, die so immer in der Nähe der Mutter sind, selbst wenn sie arbeitet. In dem Gestell wird eine Decke eingehängt, worauf das Baby liegt, schaukelt oder schläft.

...Land und Leute


In unwegsamen Gelände oder über grosse Strecken ist der Kopf ein idealer Gepäckträger. Es fördert einen aufrechten Gang und stärkt die Muskeln, ist auch die beste Methode auf unebenen Wegen Güter fortzubewegen.
Auf dieser Seite habe ich noch einige Bilder von unseren Reisen aus dem farbenfrohen Indien für euch zusammengestellt. Leider erlaubt mir ein uralter 3-Pass Diascanner, nur einen kleinen Teil unserer Aufnahmen von zu zeigen.


Fotografieren Sadhu- Mahatmaist auch für Amateure wie mich, eine feine Sache. In Indien wird es einem aber durch extreme Lichtverhältnisse nicht so leicht gemacht und man sollte es sich auch nicht zu leicht machen. Obwohl es unendlich viele Motive gibt, muß man schon etwas Rücksicht nehmen. Man muss abschätzen, denn in manchen Situationen reagieren Leute recht empfindlich oder verunsichert. Oft hat man aber auch das Problem mit unerwünschtem Andrang vor der Linse. Dorfeinwohner in M.PAn den Tempelplätzen, besonders in den Tempeln ist fotografieren oft nicht erlaubt und bedarf in jedem Falle einer Nachfrage. Wenn man allerdings die Menschen fragt, sind sie gerne mit auf den Fotos und machen sich schön, ja ziehen sogar ihre besten Kleider an.
Auch muß die Kamera einiges aushalten können. Der Staub, wechselndes Klima, starke Stöße u.s.w sind nur für robuste Kameras zu ertragen (Ganzmetall), welche aber recht gewichtig sind. Elektronischer Plastik-Automatik-Schnick-Schnack versagt sofort seine Dienste, sobald man die indischen Touristenstecken verläßt. Eine Kamera ist in Indien immer eine Attraktion auch ein Statussymbol. Kaum wird die Kamera entdeckt, verändert sich die ganze Atmosphäre. Insofern muß man sehen, so unauffällig wie möglich mit der Kamera zu hantieren, um gewisse Szenen ungestellt zu erhalten

Mittelindische Tracht

Inder sind auch sehr reisefreudig. Man kann von ihnen eine Menge über das selbstorganisierte Reisen lernen. Es macht großen Spaß sich mit ihnen auszutauschen, besonders übers Essen. Pilger sind perfekte Köche. Dieses Pilgerpaar welches der bunten Kleidung nach aus Maharasthra in Centralindien kommt, trafen wir in einer kühlen Ecke einer Tempelanlage in Andhra-Pradesh. So wie sie, wollten wir uns auch etwas ausruhen und vor der Nachmittagshitze schützen.
Mit der Hoffnung auf den Segen Gottes für ihr Land (es waren Farmer),für die Familie und sich, taten sie Buße (tapasya) und waren barfuß von Tempel zu Tempel unterwegs. An den Tempelplätzen trifft man die traditionsbewußten Inder in ihrer eigenen Natur. Dort sieht man auch die farbenfrohen Trachten mit Silber- und Elfenbeinschmuck, die mit großem Stolz getragen werden. Die Fülle an Verschiedenartigkeit je nach Gebiet und Stämmen ist nicht zu überbieten. An den Touristenplätzen gibt es leider nur Make-up. Im Nationalmuseum in Calcutta kann man die Trachten vieler Tribes aus ganz Indien auf einmal betrachten, allerdings nur an Puppen.

 
"Nandi", das Reittier des Gottes Shiva

Nandi der Bulle, das Reittier Shivas
Jeder Gott des vedischen Phanteons hat ein ihm zugeordnetes bestimmtes Reittier. Indra der König der Götter hat einen Elefant, Laxmi die Glücksgöttin eine Eule, Narmada die Flussgöttin ein Krokodil, etc . Shiva der Gott der Zerstörung hat einen Bullen. In jedem Ort wo sich Shivatempel und Anhänger Shivas befinden, gibt es wenigstens einen "Nandi". Diese Bullen werden mit dem Dreizack (Shiva´s Waffe) markiert und frei gelassen. Sie werden nicht zur Arbeit herangezogen, sondern von allen versorgt. So sind sie immer unterwegs und streifen umher, wissend, wo es etwas Fressbares gibt. Nur die Ochsen müssen arbeiten. Es ist ratsam, ihnen bei etwaigen Begegnungen in den manchmal engen Straßen nicht zu nahe zu kommen. Eigentlich sind sie völlig harmlos, nur nicht gewohnt wenn sich jemand im Weg befindet. Im Vorbeigehen ist es üblich, erst durch Berühren der Tiere mit der Hand und dann der eigenen Stirn, ein kleines Ritual zu vollziehen. Auch antworten sie und beweisen ihren mythologischen Hintergrund. Zieht so ein Bulle vorbei und man ruft ihm das Mantra "Drrr" zu, bleibt er stehen, und antwortet mit lautem erfreutem Grunzen. Man erklärte mir, daß "Drrr" das Geräusch von Gott Schivas "Dammeru", eine kleine Trommel, imitiert. Sie klingt ebenso! Geräusch eines Dammeru, einer kleinen Trommel mit 2 Fellen Nun, diese Nandis verstehen es als eine Aufforderung zum Ausritt mit Shiva, bleiben stehen und antworten: OK, ich bin bereit.
Dann ziehen sie weiter. Benutzt man das Mantra "Brrr" kann man eine vorbeiziehende Herde Wasserbüffel auf gleiche Weise ansprechen und zum antworten bringen. Der Wasserbüffel übrigens, ist das Reittier des Todesgottes Yama- raja.
 



Auf indischen Hochzeiten




Himalaya- Hochzeits- Kapelle.mp3, 70kb

Vivaha- Yagna


...so wird die Hochzeit der Hindus genannt. Yagna ist ein Opfer welches Gott Vishnu und den Göttern dargebracht wird. Das erklärt die niedrige Scheidungrate ;-). Die Paare werden kastenabhängig von den Eltern zusammengeführt. Das geschieht privat oder über einen Heiratsmarkt. Meistens liegen die Elternhäuser der Partner sehr weit von einander entfernt. Durch das Kastenwesen ist es durchaus möglich sich auf große Distanzen zu verheiraten. Dies fördert die Gesundheit und Intelligenz des Nachwuchses. Inzucht wird ebenfalls, ohne Vermischung von Rassen ausgeschlossen. Ohne Konvertierung zum vedischen Bewusstsein sind Heiraten mit Ausländern oder anderer Religionszugehörigkeit nicht möglich.

Der Bräutigam trägt eine Girlande aus Banknoten




Freundinnen und Schwestern verabschieden sich von der Braut,
die jetzt in eine andere Gegend zieht.
Wenn die Partner firm in ihrer Kaste sind, kann auch im täglichen Leben praktisch nichts mehr schiefgehen. Jeder kennt seine Handgriffe perfekt. Die Gefahr, auf Dauer nicht zusammen zu passen ist dadurch gebannt, denn Krieger heiraten keine Frau mit Händlernatur, oder Priester heiraten keine Frau mit Kriegernatur. Bei einer Lust- oder Liebesheirat wie sie sich bei uns entwickelt hat, kann diesbezüglich die Enttäuschung natürlich groß sein, und wird bei Hindus, Jainas und anderen vegetarischen Kulturen Indiens aus Vernunftsgründen abgelehnt. Die Braut zieht nach der Hochzeit in das Elternhaus des Bräutigams und lebt mit ihm und seinen Eltern bis zu deren Tod zusammen. Sobald die Eltern verstorben sind und das Paar die ersten Enkelkinder haben, ist es Zeit sich vom Familienleben zu distanzieren und sich zu erholen. Dafür ist nach vedischem Sozialsystem das Alter zwischen 50 und 75 Jahren vorgesehen. Das Paar geht zusammen oder getrennt für 25 Jahre auf Pilgerschaft, lebt in sogenannten Ashrams oder ziehen sich in den Dschungel zurück. Mit dem Alter von 75 gehen sie in die 4.te Lebensstufe, die der Entsagung. Der Mann der seine Kastenpflicht erfüllt, wird als vedischer Gott akzeptiert, hat damit das letzte Wort in der Familie. Sie dafür den ganzen Haushalt und das Geschäftliche. Jeder spielt seine Rolle nach althergebrachtem Wissen und traditioneller Weisheit. Eine Unterdrückung der Frauen durch die Männer ist nicht üblich, erscheint aber in geringen Massen dort, wo Muslims grossen Einfluss während ihrer Regentschaft in Indien hatten. Hindus und Muslims haben sich aufgund riesiger Andersartigkeit während dieser Zeit und bis heute niemals vermischt.



Polonese mit Musikanten und Tänzer (rechts)
auf einer fröhlichen Hochzeit im Himalaya




Stirbt der Mann vor seiner Frau, leidet, seitdem "Sati" verboten wurde, das Ansehen der Witwe in der Gesellschaft. Bis vor einiger Zeit (vielleicht auch immer noch) wurde "Sati" praktiziert. Die Frau verbrannte sich freiwillig mit dem Ehemann nach seinem Tode. In dem Fort von Chittorgarh (Rajasthan) verbrannten sich derzeit 21000! Frauen, als nach 14 Jahren Belagerung der Moslems, das Fort verloren und die Männer getötet waren, um nicht in die Hände der Moslems zu geraten.
Das Kennenlernen des Paares vor der Hochzeit kann sich für Jahre hinziehen. Es gibt in manchen Gegenden auch Kinderhochzeiten, wo wirtschaftliche Interessen neben der Heirat zweier Personen, mit im Vordergrund stehen. Das Eheleben ist ein Opfer zu Gott, wird als solches verstanden und von den Partnern ein Leben lang mit Disziplin praktiziert.
Bei einer Hochzeit in Mittelindien reitet der Bräutigam, sei es Kind oder Mann meistens mit einem Schwert oder Messer bewaffnet auf einem Pferd, was seine Rolle als Beschützer ausdrückt und Schutz für die Familie verspricht, während die Braut umgeben von ihren Freundinnen in einer Prozession hinter ihm ins zukünftige Heim geführt wird. Seine Finanzkraft drückt er mit Geldschein- Girlanden oder einer Kravatte mit dem Symbol der "State Bank of India" aus. Weitere Auskunft über das Zusammenleben von Mann und Frau gibt die bekannte Kama- Sutra, die Essenz der Kama-Sasthra. Es ist das Lehrbuch der Wünsche und Verlangen. Man verlange im Handel: "Kamasutra von Vatsyayana", nicht irgend eine Sextansliteration dieses Lehrbuchs, wie es hier gerne und oft angeboten wird. Vatsyayana ist ein mystischer Weiser, der diese Sutra verfasst hat. Diese alten Schriften beruhen auf der Manu- Samhita, dem Gesetz des "Manu" dem Vater der Menschheit.



Der stolze Bräutigam reitet mit Blumengirlanden
geschmückt auf dem Weg ins Haushälterleben




Sie gibt Ihm das Ja-Wort, indem sie ihm eine Blumengirlande umhängt, denn Damenwahl ist traditionell.


Männer werden den Frauen vorgestellt, sie entscheidet sich dann
  So bekam auch unser Freund Roopnarayan eine riesige Girlande. Dafür lud er uns zu seiner Hochzeit ein. In einem Bus fuhren wir mit seiner Familie, Freunden und Hochzeitsgesellschaft zu einem anderen Dorf, wo seine Zukünftige noch bei ihren Eltern wohnte, um sie von dort abzuholen. Dann wurde im Tempel mit Zeremonie, Gottesdienst und einem riesigen Feueropfer aus vegetarischen Zutaten geheiratet. Danach wurde etliche Tage ausgiebig mit Dorf und Nachbarn gefeiert. Essen, Trinken, Tanz und Musik gab es vom Feinsten.
Herzlichen Glückwunsch !
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Das glückliche Paar




Dieses schrille Cabrio wird für die folgende Hochzeitsreise mit bunten Girlanden und dem heiligen Om- Zeichen aus Blumen geschmückt. Gute Fahrt!





Familienleben
auch am Strassenrand


Diese Wanderschmiede ist immer unterwegs und fertigt Werkzeuge für den Haushalt oder fürs Feld. Sicheln, Messer, Pflüge etc. werden am Strassenrand aus Altmetall recycled. Die Kunden bringen Altmetall und etwas Geld mit, und der Schmied (links) formt daraus Neues.
Es ist noch früh am Morgen. Die Frauen bereiten das Frühstück. Die Kinder machen das Schmiedefeuer heiss und Herr Schmidt kommt erst aus der Decke, wenn die Wasserpfeife geraucht ist. Immerhin, sieben Personen können damit leben

Nach dem Leben und dem Tod

Der Tod ist wie Geburt, Einweihung und Heirat auch ein Höhepunkt im Leben der Inder. Nach der vedischen Lehre ist der Verlust des Körpers beim Tode nur ein Kleiderwechsel. Man legt das zerschlissene alte Gewand ab und kriegt ein Neues, ganz nach den Wünschen, die man im Leben geformt hat! Wiedergeburt versteht sich so, dass die individuelle Seele (SELBST, ICH) nach der Geburt ihres Körpes sich mit diesem identifiziert und nach dessen Vorgaben handelt. Sei es der Körper einer Pflanze, eines Tieres, Menschen oder Halbgottes. Wie die Menschen in Indien mit dem Tod umgehen ist beachtenswert. Auf einer Höhlenmalerei entdeckte ich ein Bild, welches trauernde und weinende Personen um einen aufgebahrten Toten darstellte. Darüber befanden sich Wolken, in denen die Götter darüber schmunzelten. In der indischen Öffentlichkeit wird der Tod, selbst der, einer geliebten Person nicht mit Tränen betrauert, denn die eigentliche Person (SELBST, ICH), die man geliebt hat ist gar nicht tot, nur die Kleidung war, wie auch immer, unbrauchbar geworden. Und das muss so schnell wie möglich bestattet werden. Ausserdem, so glauben Hindus, verhindern Tränen eine schnelle Verbrennung. Sie wissen, dass nach einiger Zeit irgendwo ein Baby.........mit halt dieser inividuellen Seele ein neues Leben beginnt. Aus diesem Wiedergeburt, Wiederwunsch und Wiedertod- Kreislauf kann man mit Hilfe der Yogawissenschaften entkommen und damit individuell seine eigenen Leiden, Altern, Tod und Geburt terminieren.

Verschiedene Bestattungen

Im Falle des Todes eines Menschen wird in Indien auf vielfältige Art und Weise bestattet. Jede Religionsgruppe hat dabei ihre Vorgaben, denn der Tod ist immer eine Verunreinigung der Atmosphäre in der näheren Umgebung. Rituale und Zeremonien wirken dem entgegen. Bei der Vernichtung des Körpers werden auch die Elemente verunreingt. Die Religionen zum Beispiel, welche das Feuer verehren, bestatten in der Erde oder im Wasser, um das Feuer nicht zu beschmutzen. Andere, welche die Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer verehren (Parsi), bestatten aus gleichem Grund auf hohen Türmen
Verbrennungsplatz

Vor der Verbrennung
oder Gestellen, wo die Geier und andere Vögel den Leichnam entsorgen. Bei den Hindus wird Hygiene großgeschrieben und der Körper des Verstorbenen im Normalfalle verbrannt. In vergangenen Zeiten wurden die verstorbenen Könige von den Angehörigen mit ihren rauchenden Wasserpfeifen in Häuser aus leicht brennbarem Lack gesetzt und diese dann entzündet. Meistens sind die Verbrennungsplätze an sogenannten Sangams, Plätze wo sich zwei oder mehrere Flüsse treffen und zusammenfließen. Dort wird auch Shiva, der Gott der Zerstörung verehrt. Der Verstorbene bekommt eine Rupee-Münze in den Mund gesteckt, damit er den Fährmann bezahlen kann, der ihn über den Fluß ins andere Leben bringt. Die Angehörigen sammeln nach der Verbrennung die Asche und Überreste und versenken sie in heiligen Gewässern. Den Rupee holen sich Bettler oder die aghora- Sadhus, die aus yogatechnischen Gründen an den Verbrennungsstätten leben. Diese Rupees gelangen wieder in den Umlauf, fallen aber durch schwarze Verbrennungen am Metall auf. Wenn man also im Markt einen schwarzen Rupee der durchs Feuer gegangen ist bekommt, weiß man, daß der Fährmann.....


Nach der
Wasserbestattung
Haben die Menschen aber kein Geld für Brennmaterial, wird der Leichnam in ein Tuch eingenäht und in fließendem Wasser bestattet. Alles was dann die Fische und andere Wassertiere überlassen, findet man entlang den Flußufern, wenn der Wasserstand an den Flüssen sinkt. Erdbestattungen werden überwiegend von Moslems und Christen im Land praktiziert. Der Tod von Yogis, Heiligen oder Erleuchteten wird als SAMADHI bezeichnet. Sie sterben keinen physikalischen Tod. Die Körper verwesen nicht und bleiben ohne jegliches körperliches Bewußtsein mit enorm reduziertem Energieverbrauch ohne jegliche Nahrung mit nur einem Atemzug und einem Herzschlag am Tag oder im Monat. Die Fingernägel und Haare wachsen. Sie werden in Tempeln verehrt, von ihren Anhängern gewaschen, gepflegt und mit Blumen geschmückt, damit sie ansehnlich erscheinen. Sie erscheinen einem erst wie Wachsfiguren, doch beim genaueren Hinsehen erkennt man doch Leben. Es kam vor, dass solche Heiligen nach 200- 300 Jahren aus diesem Samadhizustand wieder herauskamen und den Menschen erzählten, wie es sich in dem Dorf in dem sie lebten vor Generationen abspielte. Heutzutage trifft man so etwas, wie auch Witwenverbrennungen sehr selten, da auch teilweise verboten. Die heutige gängige Praxis im Falle von SAMADHI ist eine Erdbestattung auf besondere Art und Weise. Es wird ein tiefes gemauertes Grab in dem der "Schein-Leichnam" sitzt, mit Salz aufgefüllt. Nach dieser Konservierung wird ein Tempel darüber gebaut und Samadhi (Trance) genannt. Eine spezielle Form ist das Jal-samadhi (jal= Wasser) bei welcher sich der Heilige oder erfüllte Yogi in einem der fünf heiligen Flüsse ertränkt. Den Tod selbst veranlasst der Sri Yamaraj, der büffelreitende, mit einer Schlinge bewaffnete Gott des Todes. Seine Helfer werden Yama-dhutas genannt. Als kosmischer Gesetzgeber obliegt es Ihm, welchen Weg die persönliche Seele nach dem Tode des Körpers geht. Bei sündhaftem Leben stehen Torturen und eine weitere Geburt unter schlechten Bedingungen bevor. Die Tugendhaften erlangen eine Geburt in Aristrokratie, Reichtum oder in einer Yogi-familie. Der Seelen, die sich im körperlichem Leben, Gott mit Liebe und Hingabe genähert haben, erleben keinen Tod durch Yamaraj. Sie werden von den Vishnu-dhutas direkt in die spirituelle Welt geführt und erleben auch keine körperliche weitere Geburt in einer dualen Welt aus Freud und Schmerz. Seine Zukunft in persönlichem Zusammensein mit Gott ist so gewährleistet. Die Attribute der spirituellen Welt ist absolutes Sein (ewige Existenz), Wissen und Glückseligkeit. Es ist eigentlich das Glück wonach alle Menschen ihr Leben lang suchen, aber selten finden, da sie sich verblendet in vermeintlichen materiellen Freuden verlieren und sich damit begnügen. Sie klammern sich an niederes Buschwerk, obwohl ein Baum aus dem Paradies versprochen ist.

Sadhus, Yogis, heilige Menschen

Diese Menschen haben mit dem Heiraten, Geburt und Tod nicht mehr so viel im Sinn. Sie sind darauf bedacht ihr Karma zu bereinigen, um ja nicht in zukünftigen Leben nochmal in so eine Situation zu kommen, heiraten zu müssen. :-) Ihr Ziel ist die Befreiung aus dem ewigen Kreislauf von Wiedergeburt und somit auch Wiedertod. Nach vielen, vielen Leben: Keine Lust mehr auf Geburt, Tod, Altern und Leiden.

Vollendeter Yogi

So etwas ist nicht ganz ungefährlich. Vor vielen Jahren ist bei einer seiner Übungen ein Auge herausgetreten, was ihn aber nicht abhielt sein Gelübte weiter zu halten. Vor ihm, die Feuerstelle, Dhooni genannt, worin Gott Agni der Feuergott verehrt wird , indem Speisen geopfert werden. Hinter ihm die Darstellung der Göttin Kali, einer grausamen supernaturellen Kraft.



Ein Gruß des Yogis an die Götter

grüssender Yogi

Namaste! Namaste!

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